Der Übergang der französisch-spanischen Grenze von Saint Jean Pied de Port zur Gemeinde Roncevalles in Spanien führt über einen Pass bis zu 1480 Meter über dem Meeresspiegel.
Heute galt es die Steigungen in den Pyrenäen zu meistern. Dadurch haben wir heute einen neuen Höhen-Rekord aufgestellt.
Distanz: 63.2 Km
Heute können wir uns als Highlight hervorheben. Wir haben auf 27 Kilometer bei meist gemütlicher Steigung etwa 1000 Höhenmeter bewältigt. Dennoch gibt es kurz vor der Passhöhe einige steilere Abschnitte.
Heute haben wir wieder in einem Hotel übernachtet. Es gab zwei Doppelzimmer zu 130 Euro
Heute Morgen starteten wir wieder einmal mit Regen. Bisher her haten wir wirklich Glück mit dem Wetter. Am Anfang regnete es ziemlich, nach einer Weile hörte es auf. Wir konnten den Regenschutz abnehmen. Nach einer Weile begann es wieder ein wenig zu Regnen und wir dachten wir können ohne Regenschutz weiterfahren. Zum Schluss entschlossen wir uns den Regenschutz anzuziehen und siehe da es hörte genau da auf als wir den Regenschutz angezogen hatten.
Die letzte Station vor Spanien ist Saint Jean Pie de Port und endet die französische Zubringerroute Via Podiensis. Ab hier beginnt der bekannteste Jakobsweg, welcher ich im 2009 von hier zu Fuss begonnen habe, Der Namenszusatz erklärt was die Pilger erwartet Pied de Port heisst "am Fusse des Passes". DerDie Pilger folgen dabei auch den Spuren von Karl dem Grossen.
Im Jahr 778 hatte er über den Ibaneta Pass auf 1057 Meter Höhe bei seinem Feldzug Spanien erreicht.
Ueber das zum UNESCO-Welterbe gehörende Jakobstor sind wir ins Innere der Siedlung gelangt. Die mittelalterliche Wallanlage und Zitadelle zeugen von der Militärgeschichte dieses Ortes.
Die Altstadt beiderseits der Nieve de Beherobie ist immer noch von einer Stadtmauer umgeben. Die älteren Häuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Häuser und Mauern sind aus rosa bzw. grauem Sandstein gebaut. Auf beiden Seiten des Flusses stehen die mittelalterlichen Häuser direkt am Ufer, ihre Holzbalkone erstrecken sich über dem Wasser..
In Luzaide/Valcarlos gab es Mittagessen. Hier konnten wir unsere Regenschutzkleider trocknen da die Sonne wieder zum Vorschein gekommen war.
Der Puerto de Ibaneta ist ein Pass in den spanischen Pyrenäen. Er liegt auf 1057 Höhenmeter und verbindet über die Nationalstrasse N135 Valcarlos mit Roncevalles. Auf der Passhöhe steht die moderne Kapelle Sant Salvador, die eine ältere Kapelle ersetzte. Sie markiert den Anfangspunkt des Camino Frances. der hier drei der vier französischen Pilgerwege nach Santiago de Compostela aufnimmt.
Schon zu vorrömischer Zeit gab es hier einen Pyrenäenübergang und spätestens seit den Römern und ihrer Fernstrasse Bordeaux nach Astorga auch eine Passstation. Roncesvalles wurde mit der Begründung des Jakobsweges von 813 immens wichtig. Die Küstenroute mit den vielen (gefürchteten und teuren) Flussüberquerung konnte so vermieden werden, wenn auch ein steiler Anstieg und Wetterumschwünge die Pilger abschreckte. Der Ort mit dem alten Augustinerkloster von 1132 stellte einen wichtigen Haltepunkt auf dem Jakobsweg dar.
Das Dorf wir dominiert durch die Stiftkirche Ral Colegiata de Santa Maria und dem Augustinerkloster. Die im Stil der französischen Gotik errichtete Kirche wurde zwischen den Jahren 1215 und 1221 auf Initiative des Königs von Navarra, Sancho VII El Fuerte, erbaut. Sein Grabmal ist im Kapitelsaal zu besichtigen.
Nach zahlreichen Bränden wurde die Kirche Anfang des 17. Jahrhunderts renoviert und umgestaltet, wodurch hauptsächlich in Innenraum barocke Elemente hinzukommen.
Direkt an der Durchgangsstrasse fallen eine kleine Kapelle sowie ein grösseres rechteckiges Gebäude ins Auge. Die Santiago Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und diente lange als Pfarkirche. Daneben befindet sich der Silo de Carlomagno, das älteste Bauwerk in Roncesvalles, dessen Funktion nich eindeutig geklärt ist. Dass es sich um eine Begräbnisstätte handelte, konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden.